DWL ist in der Abwicklung dezentral organisiert gewesen und hat in den einzelnen Regionen Deutschlands jeweils mit völlig eigenständigen Dienstleistern zusammengearbeitet, in Dresden z.B. mit der inhabergeführten "Baier Logistik". Diese regionalen Dienstleister waren von unterschiedlicher (Liefer-)Qualität und hatten unternehmerisch nichts miteinander zu tun. Verbunden waren sie nur durch die gemeinsame Dachmarke "DIREKTexpress", durch welche die Aufträge hereinkamen und die Rechnungen gestellt wurden. Dem entsprechend war DWL nicht unbedingt gleich DWL und ist in Sachsen vermutlich anders aufgetreten als im Ruhrgebiet.
Ich muss sagen, richtige "Reinfälle" hatten wir bei Auslieferungen nie erlebt, höchstens mal eine Lieferverzögerung um einen, maximal zwei Tage. Mit der Lieferqualität in unserer Region sind wir jedenfalls immer zufrieden gewesen. Einmal hatten wir sogar einen Fall, dass eine Wertsendung nicht ausgeliefert worden ist, weil statt des persönlich adressierten Empfängers, der beruflich viel unterwegs war, nur dessen Ehefrau anwesend gewesen war. Erst mit unserer Faxvollmacht konnte die Lieferung tagsüber auch dieser Ehefrau zugestellt werden. Soviel Genauigkeit wünscht man sich von manchen Paketdiensten, die Lieferungen auch schon mal im Nachbarhaus abgeben oder vergessen, Benachrichtigungen in den Briefkasten zu legen...
Mit der neuen EdiPost haben wir noch keine grossen Erfahrungen sammeln können, deshalb halte ich mich mit Einschätzungen zurück. Anfangs hatten wir auch mal mit INTEX geliebäugelt, allerdings waren die immer ein wenig teurer.
Unabhängig davon muss man auch berücksichtigen, dass der Umsatzanteil durch Vorkasse-Bestellungen mit anschließender Versandzustellung - zumindest bei uns - kontinuierlich abnimmt. Der Trend geht massiv zum Tafelgeschäft: Für die Selbstabholung mit Barzahlung fahren viele Kunden 100, 150 oder im Einzefall auch mehr Kilometer.