Kenntnisse über die Zahlungsfähigkeit und den Einsatz eines Gerichtsvollziehers bei diesem französischen Münzhändler entziehen sich unserer Kenntnis und gehören nicht zu dem Bereich, den wir kommentieren wollen. Gehört haben wir die Geschichte natürlich auch.
Fakt ist in der Tat, daß die französische Münzprägestätte Monnaie de Paris hier wohl im Auftrag (sie selber würden wahrscheinlich formulieren "auf Anregung") dieses Händlers in Sachen Asterix tätig wurde und ihm entweder alle oder einen Großteil der Auflage überliessen. Alle anderen europäischen Händler mußten z.B. von diesem franz. Händler kaufen, der wegen seiner monopolartigen Stellung dann irre Aufgelder nehmen wollte. Wir haben uns geweigert, dieses Produkt zu listen.
Die Münze hat einen Euro-Nennwert und stammt nicht aus einem afrikanischen Staat, insoweit ist das ein bemerkenswerter Vorgang.
Der franz. Anbieter hat gem. Aussage von Kollegen die Münzen nur gegen Vorkasse verkauft und hat nach Vereinnahmung der Vorkasse wohl erst selber "on demand" bei der Münzprägestätte abgerufen, die dann erst "on demand" geprägt hat. Das hat bei denen, die das gelistet hatten, zu langen Lieferzeiten geführt. Obwohl die Auflagen klein waren, wurde er die Münzen wohl nicht los, da er immer wieder - später mit fallenden Preisen - die Ware in Sonderaktionen angeboten hatte. Wie sauer Bier.
Dieses Modell hat die Monnaie de Paris sicherlich nicht glücklich gemacht.
Von dem franz. Anbieter gehen nach unserer Erkenntnis keinerlei Aktivitäten mehr aus, - auch auf deutschen Münzmessen haben wir ihn nicht mehr gesehen, - hier hatte er zuvor immer einen Stand.
Um ein solches Projekt erfolgreich durchzuziehen, sollte man über eine vernünftige Finanzierung und ein vernünftiges Marketingkonzept, optimalerweise eingeführte Distributionskanäle verfügen. Hier scheint es, an beidem gemangelt zu haben.