Riester lohnt sich nicht mehr
Vor zehn Jahren wurde die Riester-Rente noch hoch angepriesen. Mittlerweile haben sich die Rahmenbedingungen aber stark verändert. Heute bekommen nur noch wenige Verbraucher attraktive Renditen.
Seit zehn Jahren ist der Name "Riester" eng verbunden mit Altersvorsorge. Doch das Rentenkonzept, das der damalige Bundesarbeitsminister Walter Riester entworfen hat, ist heute längst nicht mehr so profitabel wie früher. „In den letzten zehn Jahren hat sich die Riester-Rente schleichend verschlechtert und ist damit als sinnvolle Altersvorsorge massiv in Frage gestellt“, sagt Axel Kleinlein, Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten (BdV), der am Dienstag eine Studie veröffentlicht hat, in der er untersucht, wie rentabel die Riester-Rente heute noch ist.
Zu der Verschlechterung haben neben neuen gesetzlichen Regelungen auch neue Produktarten geführt. So wurde beispielsweise 2006 per Gesetz die Regelung eingeführt, dass Riester-Verträge nicht mehr nach Geschlecht differenzieren dürfen. Dies führte jedoch nicht dazu, dass die Prämien für Frauen stark gesenkt wurden. Im Ergebnis wurden vielmehr die Prämien für Männer angehoben und die Rendite ist gesunken.
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