So mancher Grieche verschwieg dem Staat bisher das Ableben eines lieben Verwandten und kassierte weiter dessen Rente.
Dass Griechenlands Bürokratie-Krake riesig, aber völlig ineffizient ist, hat sich mittlerweile in ganz Europa herumgesprochen. Über eine Schlagzeile des Frühsommers, wonach 321 der über Hundertjährigen die regelmäßig Rente beziehen, längst tot waren, schüttelten wir noch schmunzelnd den Kopf. Die Hinterbliebenen hatten deren Ableben verschwiegen, um weiter die Rente zu kassieren.
Frankfurt. Doch bei den jüngst veröffentlichten Zahlen der größten griechischen Rentenkasse IKA stockt einem der Atem: Danach drängen sich im Himmel über Hellas weit mehr Geisterrentner – also Verstorbene, auf deren Namen weiterhin Rentenzahlungen laufen – als bislang vermutet. Über 100 000 sollen die Sozialkassen auf diese krumme Tour plündern.
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