Aus Tagesschau.de vom 20.10.11:
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Barroso stellt Pläne zur Bankenrettung vor Mehr Kapital für strauchelnde Banken
Eineinhalb Wochen vor dem EU-Gipfel zeichnet sich ab, wie durch die Schuldenkrise in Mitleidenschaft gezogene Banken neues Kapital bekommen sollen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso stellte sich bei der anstehenden Rekapitalisierung hinter die Linie, die Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy bereits vorgegeben hatten. Danach sollen die Banken zunächst versuchen, Kapital von privaten Investoren am Markt einzusammeln.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso fordert mehr Grundkapital für die Banken. Sollte dies nicht möglich sein, sollen zunächst die nationalen Regierungen mit Beihilfen einspringen. Notfalls müsse es aber auch eine Finanzierung über den Euro-Rettungsschirm geben: "Wenn auch diese Unterstützung nicht verfügbar ist, sollte eine Rekapitalisierung durch Darlehen des EFSF finanziert werden", sagte der Kommissionspräsident. Eine staatlich gestützte Bank dürfe weder Dividenden auszahlen noch Boni an das Management.
Barroso forderte außerdem, dass die europäische Bankenaufsicht EBA angesichts der Euro-Schuldenkrise vorübergehend eine deutlich höhere Eigenkapitalausstattung von den Geldhäusern verlangen solle. Die Lage der Banken müsse von den Aufsehern neu bewertet werden, erklärte Barroso. Auf Basis dessen müssten sich die EU-Staaten dabei abstimmen, die Banken zu stärken.
Barroso sprach sich außerdem dafür aus, den bereits vereinbarten ständigen Rettungsschirm (ESM) um ein Jahr auf Mitte 2012 vorzuziehen. Der ESM soll dann den EFSF ablösen. die Leistungsfähigkeit des jetzigen Rettungsschirm, der bis zu 440 Milliarden Euro ausleihen kann, müsse "maximalisiert" werden, so Barroso.