Der Börsenkurs der französischen Großbank BNP Paribas schoss in der vergangenen Woche um 7,6 Prozent in die Höhe. Grund ist offenbar das Einknicken von Bundeskanzlerin Merkel bei Verhandlungen mit Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy in der Frage einer Gläubigerbeteiligung bei der Griechenland-Rettung.
Vor allem Pariser Geldhäuser haben massiv in griechische Anleihen investiert, die im Fall einer Pleite rund 50 Prozent Verlust erlitten hätten. Nun erhalten die Banken den vollen Wert ihrer Bonds zurück, während sie laut Barcley Bank durch Stundungen allenfalls zehn Prozent Abschreibungen beisteuern werden.
Den Deal werden am Ende Europas Steuerzahler über die Griechen-Nothilfe bezahlen. Durch den sehr geringen Gläubigerbeitrag - wohl keine zehn statt der ursprünglich durch die Politik genannten 30 Milliarden Euro - ist eine Umschuldung wohl unvermeidlich.
Quelle